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Das Wattenmeer – Weltnaturerbe in Gefahr


Ein Weltwunder: das Wattenmeer.

Es erstreckt sich über eine Küstenlänge von 500 km. Seine Größe umfasst 441.000 ha. Davon sind 124.000 ha als Walschutzgebiet deklariert. Das Wattenmeer zählt zu den großen Naturwundern dieses Planeten. Viele bringen es mit dem Bundesland Schleswig-Holstein in Verbindung. Tatsächlich erstreckt es sich bis zur dänischen Grenze. Zu den rund 3.200 Arten, denen es eine Heimat bietet, zählen Schweinswale, Seehunde, Kegelrobben, Heringe und Schollen.

Foto: Mario De Mattia

Insgesamt sind hier rund 63 Fischarten zu Hause. Daneben ist das Wattenmeer ein wichtiger Ort für Vögel. Hier brüten rund 100.000 Vogelpaare. Ganz zu schweigen von mehr als 10 Millionen Vögeln, die hier jedes Jahr auf ihrer Reise Halt machen. Ihr Weg führt von der Arktis bis Südafrika. Manche bezeichnen das Wattenmeer von daher als internationale Drehscheibe für die Zugvögel. Es ist sicherlich nicht übertrieben, dieses Naturparadies als Europas größtes Ökosystem zu bezeichnen. Dies sah auch die UNESCO so, die dieses einzigartige Gebiet 2009 in die Welterbeliste aufgenommen hat. Damit steht es auf einer Stufe mit dem australischen Great Barrier Riff und dem Grand Canyon der USA. Da es aufgrund seiner ökologischen und geologischen Prozesse von größter Bedeutung für das Leben auf diesem Planeten ist, muss es geschützt und erhalten bleiben. Eine Aufgabe, die angesichts der zunehmenden Verschmutzung der Meere immer schwieriger wird. Können die aktuellen Pläne zur Rettung der Meere noch rechtzeitig umgesetzt werden?



Alte und neue Bedrohungen

Das Thema Umweltschutz nimmt mittlerweile eine große Bedeutung ein. Das ist lobenswert, ändert aber nichts daran, dass wir mit diversen Altlasten zu kämpfen haben. Die Tage, in denen Flüsse wie der Rhein mit Giften und Chemieabfällen überladen wurden, mögen gezählt sein. Dennoch sind sie geschehen, und die Folgen sind bis heute vorhanden. Flüsse wie Rhein, Elbe, Weser und Ems haben diese Gifte zu lange in die Nordsee und damit das Wattenmeer befördert. Gleiches gilt für mit Schwermetall verseuchte Abwässer. Aber auch die Ölkatastrophen vergangener Tage haben deutliche Spuren hinterlassen. Die Schäden, die hier an Flora und Fauna stattfanden, verschwinden nicht über Nacht. Ein weiteres Problem ist die Überdüngung des Wassers. Nährstoffzufuhr ist wichtig. Allerdings im vernünftigen Maß. Ist dies nicht der Fall, wird der ökologische Kreislauf des Watts empfindlich geschädigt.

Die Maßnahmen zum Schutz des Wattenmeers haben bisher nur bedingt gegriffen. So wurde das Wattenmeer zwar zur geschützten Landschaft erklärt, vielen ist dies aber egal. Der Gedanke, nur drei Prozent der Fläche zum Fischen freizugeben, war sicherlich edel. In der Realität liegt es an uns Menschen, diese Regeln einzuhalten, und da hapert es gewaltig: In den geschützten Gebieten wird weiterhin fleißig gefischt. Die Folge: Überfischung. Wenn wir Menschen aber mehr Fische aus dem Wasser holen, als es gut für das Watt ist, gehen dessen tierische Bewohner zunehmend leer aus. Dies führt zum Artensterben. Auch die anhaltende Verschmutzung durch Ölbohrungen (und dessen Transporte) tragen nicht dazu bei, die Gefahr zu lindern. Am Ende ist es immer der Mensch, der den Preis bezahlt. Ob es mittelfristig hilft, dass die Schulen die Thematik früh vermitteln, muss sich noch zeigen.


Auch Robben bewohnen das Wattenmeer.
Foto: Pixabay.com / A_Different_Perspective

Rücksichtlose Besucher als Bedrohung für die Natur

Das Wattenmeer ist ein beliebter Urlaubsort. Dies hat zu einem regelrechten Massentourismus geführt. So findet man hier Reiter und Liebhaber von Funsportarten in großer Zahl. Ihre schiere Menge stellt ein Problem für die Vögel und Robbenkolonien dar, die dort leben. Es wäre sinnvoll, hier geschützte Zonen einzurichten. Nicht nur „auf dem Papier“, sondern im Verhalten der Menschen, die sich täglich zum Watt begeben.



Und immer wieder: Plastik!

Die Probleme mit dem wachsenden Plastikberg betreffen den ganzen Planeten. Auch und gerade die Meere haben damit zu kämpfen. Plastik ist ein Kunststoff, der auf natürlichem Weg mehrere hundert Jahre benötigt, um zu verschwinden. So dauert es rund 450 Jahre, bis eine Plastikflasche sich auflöst. Bis dahin teilt sich das Material immer wieder in kleine Teile. Diese werden von Meeresbewohnern irrtümlich für Nahrung gehalten. Die Folge: Sie fressen die Plastikteile, um dann qualvoll daran zu verenden. Auch hier bleibt nur zu hoffen, dass die Rettungspläne für die Meere bald Realität werden. Noch besser: dass wir Menschen rücksichtsvoller mit unserem Planeten umgehen. 

Quellen:

https://www.nationalpark-wattenmeer.de/nds/weltnaturerbe/oekosystem-und-prozesse

http://www.buesum-fuehrungen.de/printable/wattenmeer/index.html

https://www.planet-wissen.de/kultur/nordsee/wattenmeer/pwiewattingefahr100.html











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