
Russen wollen in die Formel 1
Moskau (pte, 26. Feb 2005 09:00) - Formel-1-interessierte
Russen wollen so bald als möglich einen F1-Grand Prix im eigenen Land sehen.
Die Etablierung von eigenen Piloten und die Errichtung von Rennstrecken werden
laut Sport-Channel jetzt wieder verstärkt angepeilt. Milliardenschwere
Finanzmagnaten scharren in den Startlöchern und wollen den Bau einer Rennstrecke
finanzieren. Und auch Rennfahrer sind auf dem Vormarsch und warten auf eine
Gelegenheit, in der Königsklasse Fuß zu fassen. Das russische F1-Engagement
war bis dato aber eher erfolglos. Der letzte Versuch, ein F1-Rennen nach Russland
zu holen, scheiterte 2004.
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Alexej Wassiljew von der Agentur Ria-Nowosti meint, dass jetzt jedoch die russische
Fahne im internationalen Rennsport aufgezogen wurde. Es sei ihnen gelungen,
den Misserfolg-Komplex abzulegen und an Sicherheit zu gewinnen. Wassiljew und
Nikolai Formenko haben mit einem Porsche 969 RSR bereits Siege bei Meisterschaftsrennen
des Motorsport-Weltverbandes FIA einfahren können. Der 23-jährige
Roman Russinow gewann sogar das 1.000-Kilometer-Rennen "Le Mans Endurance".
Nachdem der russisch-kanadische Geschäftsmann Alexander Shnaider erst vor
kurzem des F1-Team von Jordan gekauft hat, wird russischen Rennfahrern der Einstieg
in die Formel 1 sicher erleichtert.
In Russland bemühten sich mögliche F1-Investoren von Anfang an die
Zustimmung internationaler Investoren und etablierter Automobilhersteller zu
erhalten. Der neueste Plan sieht die Errichtung einer Rennstrecke an der russisch-ukrainischen
Grenze vor. Demnächst soll dazu eine internationale Konferenz abgehalten
werden, zu der neben Unternehmen auch die Präsidenten von Ferrari und Fiat
sowie Motorsport-Experten eingeladen werden.
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Der Versuch, im vergangenen Jahr ein Rennen in Moskau auszurichten, scheiterte
an Unstimmigkeiten zwischen Bürgermeister Juri Luschkow und F1-Boss Bernie
Ecclestone. Ein Plan für einen Rundkurs in der Nähe Moskaus liegt
auch noch in der Schublade. Hier fehlen die Investoren für das zwei Mrd.-Dollar-Projekt.
Andere Projekt russischer Milliardäre hatten ebenfalls keinen Erfolg. Bernie
Ecclestone sieht einem künftigen F1-Rennen in Russland jedoch überaus
optimistisch entgegen. "Wir werden bald ein Formel-1-Rennen in Russland
haben. Das ist ein interessanter Markt", so der F1-Boss.
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