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Zweite Regionalkonferenz „Sichere Orte schaffen“ zur Prävention sexuellen Kindesmissbrauchs

Autor: CIS am 21.02.2015

Am kommenden Dienstag, 24. Februar 2015, findet in Heide für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe aus den Kreisen Dithmarschen und Nordfriesland die Regionalkonferenz „Sichere Orte schaffen“ zur Prävention sexuellen Kindesmissbrauchs statt. Nach Kiel im November letzten Jahres ist dies die zweite von sechs vom Sozialministerium und dem Landesverband des Deutschen Kinderschutzbundes initiierten Konferenzen.

 

Mit dem Kinderschutz-Zentrum Westküste des Diakonischen Werkes Husum, den Jugendämtern der Kreise Dithmarschen und Nordfriesland, den Sozialraumorientierten Hilfen der DW Husum und dem Verein IKH (Innovative Kreative Hilfen SH) gestalten und prägen regionale Kooperationspartner diese Veranstaltung mit.

 

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die vom Bundeskinderschutzgesetz geforderten Schutzkonzepte im pädagogischen Alltag von Einrichtungen, in denen sich Kinder ganztägig oder für einen Teil des Tages aufhalten, nachhaltig umzusetzen sind. Sexuelle Gewalt oder unzulässige Beeinträchtigungen des Kindeswohls sollen wirksam verhindert und unterbunden werden. Das kann am besten gelingen, wenn  Kinder und Jugendliche ihre Rechte in der Einrichtung und die Beratungs- und Hilfsangebote vor Ort kennen.

 

„Sichere Orte schaffen bedeutet auch, mögliche Risiken in Einrichtungen zu analysieren und Strukturen zu schaffen, die diese Risiken so weit wie möglich minimieren. Im Verdachtsfall sollen Handlungsleitpläne helfen, den Schutz von Kindern und Jugendlichen zu organisieren. Kinder und Eltern sollen an der Erarbeitung von Schutzkonzepten beteiligt werden“, so Sozialministerin Kristin Alheit. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen müssen offen für Beschwerden von Eltern und Kindern sein.

 

„In unseren Fachberatungen von Institutionen stellen wir fest, dass für den Schutz von Kindern die Vernetzung der Beteiligten in der Region von großer Bedeutung ist. Wir erwarten uns von der Regionalkonferenz eine weitere Verbesserung unserer Netzwerke hier vor Ort“, erläutert Ursula Funk, Kinderschutz-Zentrum Westküste.

 

Der breit angelegte Erfahrungsaustausch auf der Konferenz soll den Schutz von Kindern und Jugendlichen weiter verbessern. „Kinderschutz ist dann besonders wirksam, wenn dieser - präventiv durch eine Stärkung und Beteiligung von Kindern und Eltern und des Sozialraumes erfolgt, - nachhaltige Angebote für den präventiven und akuten Kinderschutz bestehen und - Unterstützungsmöglichkeiten und Netzwerke im Sozialraum umfassend bekannt gemacht und genutzt werden“, äußert Daniel Thomsen als Leiter des Fachbereiches Jugend, Familie und Bildung im Kreis Nordfriesland, der die gemeinsame Veranstaltung des Landes Schleswig-Holstein, des Deutschen Kinderschutzbundes, des Kinderschutz-Zentrums sowie der freien Träger sowie der Jugendämter ausdrücklich begrüßt.

 

„Wenn sich Institutionen auf den Weg machen, Konzepte zum Schutz vor sexuellem Kindesmissbrauch umzusetzen, geht es um Standards und um individuelle Lösungen. Sowohl für den einen als auch für den anderen Aspekt hat sich für die Akteure der Austausch mit anderen Institutionen als sehr hilfreich erwiesen“, erklärt Susanne Günther, Landesgeschäftsführerin des Deutschen Kinderschutzbundes Schleswig-Holstein. „Die Beispiele aus der Praxis geben Hinweise für die Weiterentwicklung des eigenen Konzeptes – Schutzkonzepte sind nie „fertig“, denn beispielsweise ändern sich die äußeren Bedingungen der Institutionen“, so Susanne Günther weiter.

Info/ Anmeldungen: http://www.kinderschutzbund-sh.de , Fachtagungen

 

Hintergrundinformation:
Die Regionalkonferenzen sind eine Fortführung der Fortbildungsreihe der Landesregierung und dem Deutschen Kinderschutzbund zur Prävention sexuellen Kindesmissbrauchs. Mit unterschiedlichen Fortbildungsangeboten wurden inzwischen mehr als 2000 Fachkräfte erreicht. Die Regionalkonferenzen wurden mit den Kinderschutz-Zentren, dem Verein Wendepunkt, dem Präventionsbüro PETZE und der Pro Familia konzipiert und werden mit vielen Trägern der freien und öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe umgesetzt. Die im Flyer zur Veranstaltung am 24. Februar genannten Veranstalter, Vereine und Institutionen stehen für Rückfragen zur Verfügung.

PM: Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung


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