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Die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs - diese Fakten über das Berufspendeln in Husum sollten Sie kennen

Autor: CIS am 14.06.2018

Pendler

Im vergangenen Jahr erreichte die Zahl der Arbeitnehmer, die täglich eine lange Strecke zur Arbeit zurücklegten, einen neuen Rekordwert. Bedingt durch teuren Wohnraum in den Ballungsgebieten der Großstädte sind viele Menschen gezwungen, ihren Wohnsitz in eine ländliche Gemeinde zu verlegen und von dort aus zu ihren Arbeitsplätzen zu pendeln.

Foto: Mario De Mattia

Gesundheitsrisiken durch lange Fahrzeiten



Dabei ist längst erwiesen, dass ab einer Fahrzeit von mehr als 30 Minuten die gesundheitlichen Risiken für Berufspendler steigen. Zu den häufigsten Beschwerden, von denen Angestellte betroffen sind, zählen Bluthochdruck, Schlafstörungen sowie Kopf- und Rückenschmerzen. Fachleuten zufolge belastet ein Dauerpendeln zwischen Wohnort und Arbeitsstätte Körper und Psyche gleichermaßen. Da die Kapazitäten von Straßen und Autobahnen im Berufsverkehr häufig überlastet sind, stehen zahlreiche Autopendler täglich im Stau. Prognosen zufolge wird das Pendeln in den kommenden Jahren zu einem Massenphänomen werden. Demnach sollen die Pendlerzahlen ebenso wie die zu bewältigenden Entfernungen steigen. Während die durchschnittliche Entfernung, die ein Pendler im Jahr 1999 zurücklegte, bei circa 15 Kilometern lag, nehmen heute viele Arbeitnehmer eine Wegstrecke von bis zu 100 Kilometern in Kauf. In der Zukunft soll man deshalb sogar zur Arbeit fliegen können. Der Alltag wird immer mehr von der Mobilität der Menschen bestimmt. Zahlreiche Arbeitnehmer sind dadurch gezwungen, die Enge in überfüllten Regionalzügen oder Parkplatzmangel auf Park & Ride-Plätzen in Kauf zu nehmen. Statistisch gesehen wird zwischen Pendlern, die jeden Tag zum und vom Arbeitsort pendeln und sogenannten Wochenpendlern, die nur über das Wochenende nach Hause fahren, unterschieden. Viele Mitarbeiter, deren Arbeitsplatz mehr als 150 Kilometer von ihrem Wohnsitz entfernt liegt, haben einen Zweitwohnsitz am Arbeitsort. Als Fernpendler gelten sie bereits ab einer einfachen Wegstrecke von 25 Kilometern.

Pendler bevorzugen das eigene Fahrzeug



Ab einer täglichen Fahrzeit von einer Studie steigt der Stresslevel deutlich an. Das tägliche Fahren ist demnach nicht förderlich für die Gesundheit und führt zu zahlreichen Krankheiten. Fachleuten zufolge ist die Krankschreibungsrate von Berufspendlern deutlich höher als die ihrer Kollegen, deren Wohnsitz in der gleichen Stadt liegt wie ihr Arbeitsplatz. Den hohen Belastungen sollten Angestellte durch einen bewussten Umgang mit der Gesundheit und mehr Gelassenheit im Alltag begegnen. Das wichtigste Fortbewegungsmittel für die meisten Berufspendler ist das eigene Fahrzeug, gefolgt von öffentlichen Verkehrsmitteln wie Zug oder Bus. Das Autofahren zur Arbeitsstelle wird von den meisten Betroffenen als weniger stressend empfunden als das Pendeln mit dem Zug. Autofahrer sind weder auf Abfahrtzeiten noch auf Anschlusszüge angewiesen und müssen sich keine Gedanken um Verspätungen machen. Dieser scheinbare Vorteil wird jedoch vor allem zu Stoßzeiten im Straßenverkehr von Staus und Baustellen zunichtegemacht. Betreiber öffentlicher Verkehrsmittel werben hingegen mit günstigen Monatskarten und regelmäßigen Fahrverbindungen. Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel bringt allerdings andere Probleme wie Fahrtausfälle aufgrund von Streiks oder ungünstigen Wetterbedingungen mit sich. Aufgrund ihrer besonderen Situation haben zahlreiche Pendler mit spezifischen Belastungen zu kämpfen. Daran wird sich auch durch eine Umstrukturierung des Nahverkehrs nicht viel ändern.




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