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Belgische Behörden warnen: Nordsee in sehr schlechtem Zustand!

Autor: Informationen - Werbung am 13.04.2018

Meer

Plastik, Chemikalien und andere giftige Bomben: Die Gewässer vor der belgischen Küste werden zunehmend verschmutzt. Wissenschaftler fürchten um das Überleben der Meeresflora und -fauna.

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Foto: pixabay.com / the3cats

Achtlosigkeit und Gleichgültigkeit

Wenn am Ende eines schönen Sommertages tausende Touristen den Strand von Ostende verlassen, hinterlassen sie regelmäßig jede Menge Müll. Plastiktüten, Zigarettenstummel, dreckige Windeln und viele Dosen und Flaschen.

Wie viel? Sehr viel!

Nach einem anstrengenden Wochenende kommen bei den kommunalen Strandreinigungsdiensten in Ostende bis zu zehn Tonnen Müll zusammen. Eine Menge, die die Flora und Fauna dort katastrophal schädigt. Und dabei ist sie nur die Spitze des Plastikbergs. Das Verfahren, um den Strand entlang der Flutlinie zu “fegen“, dreht den Sand bis zu zehn Zentimeter tief, wobei er eine große Menge organischen Materials an die Oberfläche wirft und die mikrobiotischen Organismen im Sand belastet. Außerdem verschwindet viel Plastik unter dem Sand. Was neben jeder Menge Müll die Frage aufwirft, aus wie viel Kunststoff unsere Strände bereits bestehen.

Aber nicht alles Plastik kommt von Touristen. Im Gegenteil, der Großteil davon stammt aus Müll, der von den Booten und Schiffen über Bord geworfen wird. Es wird geschätzt, dass Jahr für Jahr zwei bis zehntausend Container-Ladungen Müll im Meer entsorgt werden. Seevögel halten die kleineren Plastikteile oft für Beute und fressen sie. Bereits eine holländische Studie aus dem Jahr 2003 zeigte, dass 95% der an Land gewaschenen nördlichen Eissturmvögel, wie auch viele auf den Strand getriebene Robben, Plastik im Magen hatten.

Zur Abwechslung mal gute Nachrichten: Die Zahl der mit Öl bedeckten Seevögel, die an Land getrieben wurden, ist dagegen zurückgegangen. Dies zeigt, dass die internationalen Bemühungen zur Bekämpfung des illegalen Öldumping in der Nordsee nicht umsonst sind. In den 1980er Jahren waren etliche gestrandeten Tiere mit Öl bedeckt. Heute nur noch ein Viertel von ihnen. Aber das ist freilich immer noch ein Viertel zu viel.

Zeitbomben in der Nordsee

Haben Sie gewusst, dass der Meeresboden entlang der Küste des belgischen Heist eine riesige Munitionslagerstätte aus den beiden Weltkriegen birgt? Ihr Umfang wird zwischen 35.000 und 200.000 Tonnen geschätzt, von denen ein Drittel giftiges Gas enthalten soll. Der Versuch einer Säuberung könnte zu einer ökologischen Katastrophe führen. Aber es ist auch gefährlich, die Bomben einfach dort zu lassen, wo sie sind. Denn früher oder später werden sie am Ende rosten und ihre giftige Ladung abgeben.

Chemikalien und hormonelle Störungen

Chemikalien verursachen hormonelle Störungen im Meeresleben. In nur zwei Jahren sind praktisch ganze Seeschnecken Populationen in der Nordsee ausgestorben. Chemikalien haben bewirkt, dass die weiblichen Schnecken einen Penis entwickelten, was ihre Reproduktion verhinderte und zum Aussterben der gesamten Art führte. Missbildungen solcher Art und verminderte Fruchtbarkeit sind mittlerweile auch bei Austern, Herzmuscheln und in einigen Fischen zu beobachten. Hauptverantwortlich für derartige Entgleisungen sind vor allem drei Arten von Chemikalien. Obwohl hochgiftige PCB (erinnern Sie sich noch an die Dioxinkrise) schon seit einiger Zeit verboten sind, bleiben sie noch tausend Jahre im Meerwasser. PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) sind teerartige Substanzen, die von den Trichtern auf Booten freigesetzt werden, die sehr schwere und umweltschädliche Brennstoffe verwenden. Und TBT (Tributyltin) ist eine Zinnsubstanz, die in der Farbe von Bootsrümpfen gefunden wird.

Überfischung

Es ist schwierig, die Auswirkungen der Verschmutzung auf die Fischbestände genau abzuschätzen, da die Fische in der Nordsee bereits durch Überfischung stark dezimiert wurden. Der Thunfisch, Kabeljaue über einen Meter Länge, viele Haiarten, große Wellhornschnecken und einige andere Arten sind bereits gänzlich von unseren Küsten verschwunden. Auch nach einem Fangverbot kehren die gefährdeten Arten jedoch nur sehr langsam zurück. Wahrscheinlich, weil sie von der Verschmutzung zu stark getroffen wurden, um sich zu erholen. Und weil ihre Fruchtbarkeit möglicherweise zu stark gesunken ist.

Jeden Morgen wird der Strand gründlich gereinigt, die Küstengewässer sehen sauber aus und auf dem Fischmarkt wimmelt es nur so von frischer Seezunge. Dennoch ist die Nordsee fraglos in einem beklagenswerten Zustand. Vorläufig gibt es keine wirklich dramatischen Folgen, denn die Nordsee profitiert von einer starken Strömung, die das Wasser alle zwei Jahre praktisch erneuert. Aber das marine Leben nähert sich einem bedenklichen Tiefpunkt, von dem es möglicherweise kein Zurück mehr gibt.


Schlagworte:
meeresverschmutzung

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