Nachrichten des Nationalparkamtes


Von Windkraftplanung für Ungarn lernen

Bei der Windkraft ist Nordfriesland eine der führenden Regionen in Europa. Dies gilt nicht nur im Bereich der Technik, sondern auch hinsichtlich des Naturschutzes und der damit zusammenhängenden planungsrechtlichen Gesichtspunkte. Um aus erster Hand Windkraft-Know-How dieser Art zu erhalten, ist Dr. Arpad Kakonyi aus dem ungarischen Kiskunság Nationalpark eine Woche in Nordfriesland zu Gast.

Bei seinem Besuch geht es ihm vor allem um das bei der Errichtung von Windkraftanlagen erforderliche Planungsrecht und die damit zusammenhängenden Genehmigungsverfahren. Organisiert wurde sein Aufenthalt vom Nationalparkamt in Tönning, dessen Mitarbeiter er über die Nationalparke in Ungarn informierte.

Ein weiterer Besuch galt dem Kreis Nordfriesland, der die Standorte von Windkraftanlagen genehmigt. Von großem Interesse waren dabei die Grundsätze, die das Land für die Standortfindung von Windkraftanlagen erlassen hat. Danach dürfen in Naturschutzgebieten und im Nationalpark keine Windkraftanlagen errichtet werden und bestimmte Mindestabstände müssen eingehalten werden.

Arpad Kakonyi besuchte auch die Windtech Windmesse, das Landesamt für Natur und Umwelt in Flintbek, den WWF Husum und Wissenschaftler, die die ökologischen Effekte von Windkraftanlagen untersuchen. Ein Highlight im Wortsinne war das Windmill Climbing auf eine 40 Meter hohe Windkraftanlage bei Klanxbüll.

In Ungarn gibt es bisher nur eine Windkraftanlage. Der Bau weiterer ist geplant, unter anderem auch im Bereich des Kiskunság Nationalparks. Arpad Kakonyi hofft, dass Ungarn von den schleswig-holsteinischen Erfahrungen bei der Standortfindung von Windkraftanlagen profitiert und einen vergleichbaren Kriterienkatalog erarbeitet.



Projekt zur Besucherinformation im Nationalpark abgeschlossen

Blickfang und Treffpunkt, Bilderbuch und Strandlektüre, Regenschutz und Orientierungshilfe – das alles ist das Besucherinformationssystem des Nationalparks. Es besteht aus Schildern, Tafeln und Info-Pavillons. Im Dithmarscher Teil des Wattenmeer Nationalparks ist es fertiggestellt. Ute Rommeswinkel, die im Nationalparkamt dieses Projekt leitet, verkündete dies heute (20. September) mit sichtbarer Freude Vertretern Dithmarscher Gemeinden und anderen Projektpartnern, die an einer Abschlussveranstaltung im Kaiser-Wilhelm-Koog teilnahmen.

Vom 1. Oktober 1998 bis zum 30. September 2001 förderten die Europäische Kommission und das Land Schleswig-Holstein den Aufbau des Besucherinformationssystems in Dithmarschen mit insgesamt 1,3 Millionen Mark. In enger Abstimmung mit 15 Anrainergemeinden entstanden 32 Info-Tafeln, 10 Karten, 4 Pavillons und 3 Naturpfade. Alle wurden für ihren jeweiligen Standort individuell angefertigt. Urlaubsgäste wie Einheimische können sich nun vor Ort über den Nationalpark informieren. Die Infoeinrichtungen stehen an vielen Übergängen zum Nationalpark und machen ihn erkennbar und erlebbar.

Mit der Einrichtung des Besucherinformationssystem hatte das Nationalparkamt 1996 in Nordfriesland begonnen. Dort soll das Projekt im kommenden Jahr endgültig vollendet werden. Insgesamt wurden bisher über 300 Infoeinrichtungen an der Westküste errichtet.

Das Projekt wurde durch die Europäische Kommission möglich, die es aus dem LIFE Natur Fonds fördert. LIFE Natur ist ein wichtiger Beitrag zum Natura 2000 Netzwerk der Europäischen Union, das den Bestand von Arten und Lebensräumen in Europa dauerhaft sichern soll. Vertreter der Kommission hatten das Projekt vor wenigen Wochen in Augenschein genommen und sich hochzufrieden mit den Ergebnissen gezeigt.




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Projekt zur Besucherinformation im Nationalpark abgeschlossen



Nationalparkamt Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer
Schlossgarten 1
D-25832 Toenning
Fon 04861/616-32, Fax -64,
Handy 0170/4946703

www.wattenmeer-nationalpark.de

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