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Adam Green - Gemstones
Aus der Amazon.de-Redaktion
Das können noch spannende Zeiten werden, wenn Adam Green so weitermacht.
Nach seinem 2004er Überflieger Friends Of Mine hat er sich mal schnell
neu erfunden und mit Gemstones ein herrliches Verwirrspiel für den Freund
der skurrilen Töne und Texte hergezaubert.
Diesmal hat der Jungpoet die ganze Geigerei rausgelassen, beschränkt sich
in Sachen Instrumentierung auf das Nötigste und spielt dafür mit Arrangements
und Stilspringerei, dass es eine Freude ist. Dabei finden sich Anklänge
an Chansons, wie Jacques Brel für die Verstörten dieser Welt, vor
allem im Opener und Titelstück "Gemstones", "Country Road"
oder "Choke On A Cock". Da sind (natürlich) die Beatles, da ist
auch Dean Martin und der Blues ("Before My Bedtime"), Brav-Pop der
frühen 60er zu völlig versauten Texten ("Emily"): ein musikalisches
Kabarett stützt die unglaublich unkorrekten, lakonischen Lieder des jungen
Adam. Auch textlich bekommt man ein kleines Spielchen geliefert: in vielen Songs
wird ein kleiner Querverweis auf einen Anderen eingebaut, so verbinden sich
die teilweise kaum eine Minute langen Lieder zu einem locker gestrickten Gesamtwerk.
Eines hat Adam Green mit Gemstones jedenfalls jetzt schon
mal klar gemacht: irgendwelche Erwartungshaltungen braucht man sich gar nicht
erst zu machen, es wird sicher wieder etwas völlig anderes passieren,
aber es wird genau so sicher einen hohen Unterhaltungswert haben und definitiv
seine ganz eigene Handschrift tragen. Bravo! --Deborah Denzer