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Was des einen leid, ist des anderen Freud...
Unsere verschiedenen Sturmseiten konnten von gestern bis heute weit über 1500 Besucher begrüßen




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Der Sturm nimmt zu - bis zu 150 km/Std.

Orkan Kyrill über Deutschland - Schleswig-Holstein und Nordfriesland

Wird es wirklich so schlimm? Man weiß es nicht - würde Ditsche sagen. Das fragten wir uns gestern. Nun, einen Tag danach zieht der Sturm weiter Richtung Moskau. Während es im ganzen Land auch heute morgen noch zu vielen Verkehrsbehinderungen kommt, kam der Norden recht glimpflich davon. Auch die gefürchtete, große Sturmflut blieb aus.

DerOrkan Kyrill zog weiter südlich über Deutschland und so wurde in Schleswig-Holstein und Hamburg alles nicht so schlimm. Auch die Bahnen fahren in SH wieder und die Straßenbrücken sind frei. Im Gegensatz zu den westlichen, südlichen und östlichen Bundesländern. Dort stehen auch am Morgen danach noch viele Züge in den Bahnhöfen (Hotline Bahn 0 8000 99 66 33), im Meck-Pomm gibt es flächendeckende Stromausfälle wegen umgestürzter Hochspannungsmasten und der Harz z.B. ist völlig gesperrt. Rund 30 Tote hat der Orkan bisherin Europa gefordert, davon 8 in Deutschland. Die Sturmflut an der nordfriesischen Küste blieb einen Meter unter der befürchteten Marke und so kam es nicht zur großen Katastrofe.



Aktuelle Links:
urlpoint  Deutscher Wetterdienst
urlpoint  Unwetterzentrale (Notseite)
urlpoint  Wasserstände (gegen 14 Uhr nicht erreichbar

urlpoint  NDR aktuell
urlpointSTURMFLUTWARNUNG

Es wird dringend empfohlen, während des Sturms den Aufenthalt im Freien zu vermeiden. Und wenn ja, sollte man Dächer, lose Gegenstände, Hochspannungsleitungen und vor allen Dingen Bäumen aus dem Wege gehen.

Was ist überhaupt ein Orkan?
urlpoint  Dazu Wikipedia

Vorsorge- und Schutzempfehlungen des BBK
Das BBK empfiehlt den Bürgerinnen und Bürgern heute und bis zum Abklingen des Orkans den Aufenthalt im Freien auf das Notwendigste zu beschränken. Während des Orkans und unmittelbar danach sollten Sie nicht in Wälder und Gehölze gehen und die Nähe von Bäumen, Baukränen, Gerüsten und anderen besonders sturmgefährdeten Objekten meiden. Für den Fall eines Stromausfalls können folgende Vorsorgemaßnahmen getroffen werden.

Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören in diesem Fall eine Mindestvorratshaltung an Kerzen und Zündhölzern zur Beleuchtung, ein batteriebetriebenes, netzunabhängiges Radio zum Empfang von Nachrichten, ein netzunabhängiges Kochgerät sowie ein Vorrat an Mineralwasser und Konserven. Da auch viele Heizungen mit Strom betrieben werden oder netzabhängig sind, empfiehlt es sich, sich auch für einen Heizungsausfall vorzubereiten und genügend Decken oder gar einen Ofen im Haus zu haben. Falls Sie über einen offenen Kamin oder Kaminofen verfügen, denken Sie an den Brennmittelvorrat. Auch die Telefonanlagen können betroffen sein, wenn sie an das Stromnetz angeschlossen sein müssen.Hier empfiehlt es sich, ein einfaches Telefon ohne Sonderleistungen vorzuhalten, das bei Bedarf über das Telekommunikationsnetz in Betrieb genommen werden kann.
urlpoint  Broschüre des BBK für Notfallvorsorge

WSP-SH: Keine "Strandräuberei" betreiben
Als in den vergangenen Tagen einige Container, die bei schwerer See über Bord gegangen waren, an der Westküste Schleswig-Holsteins antrieben, bekamen einige Küstenbewohner wie früher glänzene Augen. War es doch in alten Zeiten so, dass Strandgut nach Belieben abgeborgen werden durfte und ins Eigentum des Finders überging. So wurden jetzt teilweise per Schubkarre Lederschuhe aus China vom Strand abtransportiert. In Anbetracht des zu erwartenen Sturmes und evtl. weiterer Anspülungen weist der Pressesprecher der Wasserschutzpolizei Husum, Wolfgang Boe, vorsorglich darauf hin, dass auch diese Gegenstände dem Fundrecht unterliegen und nicht einfach mitgenommen werden dürfen. In Absprache mit der Staatsanwaltschaft wird die Polizei bei entsprechenden Feststellungen Strafanzeigen fertigen.


Meldungen der Polizei und Feuerwehr Schleswig-Holstein zum Orkan Kyrill

Husum:
Orkan löste in Nordfriesland nur wenige Polizeieinsätze aus

Das angekündigte Unwetter in Nordfriesland verlief für die Beamten der Polizei glimpflich, es gab nur sechs -zusätzlich zum "normalen" Einsatzgeschehen- sturmbedingte Einsätze zu verzeichnen. Hierbei kippte auf der Eiderbrücke in Tönning ein LKW um. Ebenfalls mit einem umgekippten LKW hatten die Kollegen in Struckum zu tun. Im Verlauf des Abends fiel auf der Insel Föhr ein Baum auf die Straße. Auch in Schwesing versperrte ein auf der Straße liegender Baum den Weg. Weiterhin wurde von herabhängenden Telefonleitungen und herabfallenden Dachziegeln berichtet. Insgesamt hielten sie die Sturmschäden in Grenzen.

Flensburg
Schleswig-Flensburg - Die Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr in der Region Schleswig-Flensburg blicken auf eine eher unspektakuläre Sturmnacht zurück. Die Beamten im Kreisgebiet wurden zu 16 umgestürzten Bäumen gerufen, die die Fahrbahn blockierten. Diese wurdenvon der Feuerwehr zersägt und beiseite geräumt. Nur in der Gemeinde Loit war ein gestürzter Baum zu mächtig für eine sofortige Entsorgung. DieNebenstrecke über die "LoiterAu"ist derzeit nicht befahrbar, die Straße wird am Vormittag geräumt werden. Zwei Autofahrer hatten Glück im Unglück. Für sie endete die nächtliche Fahrt in den umgestürzten Bäumen. Die Beteiligten blieben dabei unverletzt, sie waren aufgrund der Schrecksituation jedoch leicht geschockt. Die Schäden halten sich gering.
Die Feuerwehren in Handewitt und Wohlde rückten aus, um herumfliegende Dachziegel und Dachlatten zu sichern. In Schleswig war die Feuerwehr über zwei Stunden damit beschäftigt, die Kellerräume des Hotels "Waldschlösschen" leer zu pumpen. Weitere fünf Kellerräume mussten ebenfalls trocken gelegt werden.

Die Stadt Flensburg wurde von dem Sturm nahezu missachtet. Lediglich ein umgestürzter Baum in der Terrassenstraße wurde von der Feuerwehr entsorgt. Über das Ausmaß möglicher sonstiger, bisher nicht entdeckter Schäden, kann derzeit keine Aussage gemacht werden.


Kiel
Ein schwer verletzter Feuerwehrmann und rund 1000 Hilfeleistungs- und Unwettereinsätze sind die Einsatzbilanz (06:00 Uhr) der Feuerwehren in Schleswig-Holstein.
Die befürchteten großen Schadenslagen blieben glücklicherweise aus. Bei der überwiegenden Zahl der Einsätze handelte es sich um das Beseitigen umgewehter Bäume oder abgebrochener Äste sowie das Lenzen überschwemmter Strassen und volgelaufener Keller.
Ein Feuerwehrmann in Klein Timdorf, bei Bad Malente (Kreis Ostholstein) wurde bei Aufräumarbeiten von einem größeren herunterstürzenden Ast getroffen und mit Rippenbrüchen ins Krankenhaus eingeliefert.
In Norderstedt (Kreis Segeberg) riss der Orkan rund 60 Quadratmeter Dachfläche eines Gebäudes im Industriegebiet herunter.
Die Feuerwehr musste das Gebäude sichern.
In Lübeck-Niendorf stürzte ein Baum auf einen Pferdestall. Drei Pferde konnten hier durch die Feuerwehr gerettet werden.
Auf dem Dach der Lübecker Marienkirche lösten sich einige Dachplatten. Hier konnte die Feuerwehr nur die Absperrung durch die Polizei veranlassen. Die losen Dachplatten der Marienkirche waren mitder 32 Meter langen Feuerwehrdrehleiter nicht erreichbar.
In Flintbek (Kreis Rendsburg-Eckernförde) riss der Orkan ein Loch in die Tennishalle. Die Feuerwehr konnte nicht tätig werden, da der Sturm ein Besteigen des Daches aus Sicherheitsgründen unmöglich machte.


KIEL. Als Reaktion auf die angekündigte Orkanwarnung des Deutschen Wetterdienstes ist der Führungsstab Katastrophenschutz des Innenministeriums heute (18. Januar) um 12:00 Uhr zu einer Lagebesprechung im Polizeizentrum Kiel-Eichhof zusammengetreten. Der Stab, dem Vertreter der Polizei, des Amtes für Katastrophenschutz, der Feuerwehr, der Bundeswehr, des Technischen Hilfswerks und des Umweltministeriums angehören,will sich über mögliche Auswirkungen eines Orkans über Schleswig-Holstein, über die Situation des Küstenschutzes an der Westküste und über die Alarmbereitschaft der Hilfeleistungsorganisationen informieren. Nach der Lagebesprechung wird der Stab in kleiner Besetzung im Lagezentrum zunächst bis zum morgigen Freitag reaktionsfähig bleiben. Landesweiter Katastrophenalarm wurde nicht ausgelöst.

Ministerpräsident informiert sich über Sturmschäden auf Sylt - 14 Millionen Euro zusätzlich bis 2009 zum Schutz der Ferieninsel
LIST/SYLT. Nach den schweren Stürmen, die die Insel Sylt schwer betroffen haben, will die Landesregierung für den Küstenschutz auf der Nordseeinsel bis 2009 rund 14Millionen Euro zusätzlich bereitstellen. Ministerpräsident Peter Harry Carstensen hat sich am 17. Januar 2007 in Westerland und Kampen über die Folgen der schweren Stürme der vergangenen Wochen informiert."Die Schäden am Strand, den Dünen und Kliffs sind bedrohlich", sagte der Ministerpräsident in List. Das Land stehe zu seiner Verantwortung. Es gehe inzwischen um die Substanz der Insel. "Die Insel hat für den erwarteten neuen Orkan keinen Schutz, keinen Puffer mehr. Wir müssen jetzt handeln." Schon in diesem Jahr sollen statt der eingeplanten 3,5 Millionen Euro für Sandvorspülungen 6,5 Millionen Euro bereitgestellt werden. Für Maßnahmen an der Hörnum Odde soll es bis 2009 4,5 Millionen Euro geben. Außerdem gibt es 1,5 MillionenEuro für die Verstärkung des Bahndammes und 5 Millionen Euro für die Jahre 2008 und 2009 für die Deichverstärkung "Mövenbergdeich" in List. Die Entscheidung über das "Sonderprogramm Sylt" steht noch unter Kabinettsvorbehalt.Für den Küstenschutz werden in Schleswig-Holstein im Jahr 30 Millionen Euro ausgegeben.




19.1.07: Berliner Hauptbahnhof geschlossen
Wenns nicht so traurig wär, wär es ein Witz. Der nagelneue Berliner Hauptbahnhof bleibt weiterhin komplett geschlossen, weil sich an der Stahlkonstruktion tonnenschwere Teile gelöst haben und zum Teil abgestürzt sind. Da hat wohl einer die Schrauben vergessen beim Bau ;-)

Meldungen:

21.00 Uhr: Sturm an der Westküste flaut langsam ab - Regionalzüge im NordenfahrenDie Regionalzüge auf den Strecken Richtung Westerland, Flensburg und Kiel sollen weiterhin fahren.

20.00 Uhr: SyltShuttle eingestellt, Brücken gesperrt
Der Autozug von und nach Westerland/Sylt ist eingestellt. Derzeit ist der gesamte Zugbetrieb in Deutschland zum Erliegen gekommen. Die Fahrgäste werden in den Bahnhöfen versorgt. Auch die Rader Hochbrücke, die Fehmarn-Sundbrücke und die Störbrücke ist für Wohnwagen und leere LKWs gesperrt. Letztere, also die Störbrücke bei Itzehoe (A23) für alle Fahrzeuge. Der Höhepunkt des Sturmes soll gegen 22 Uhr erreicht sein und nach Mitternacht soll er dann abklingen. Gegen Mitternacht wird aber auch noch mit einer schweren Sturmflut gerechnet. Ob morgen die Schule ausfällt, erfahren Sie in den Radionachrichten am frühen Morgen.

Deutsche Bahn stellt die Verkehrverbindungen im Norden und Westen Deutschlands ein
Besonders schlimm trifft es derzeit die weiter südlichen Bundesländer, nun aber auch die nördlichen Bundesländer. Viele hunderte Einsätze der Feuerwehren und im Norden hat die Bahn den Verkehr eingestellt

Im Kreis Pinneberg alle Hände voll zu tun
Seit 15.30 hatte die Feuerwehr im Kreis Pinneberg schon 32 Einsätze. Viele Bäume landeten auf der Strasse und in Vorgärten. Auch Dächer mußten gesichert werden. Verletzte wurden aber bisher noch nicht gemeldet.

Erste Todesopfer durch Orkan Kyrill
In Stuttgart kam am Nachmittag ein Autofahrer beim Aufprall auf einen umgestürzten Baum um. In München wurde ein Kleinkind von einer Terassentür erschlagen.

Schiff im Ärmelkanal gesunken
Im Kanal zwischen England und Frankreich ist ein Frachtschiff gesunken. Die 26 Mann Besatzung konnten gerettet werden.

Zug- und Flugverbindungen behindert
Die Bahn teilt mit, das die Züge aus Vorsichtsmaßnahmen langsamer fahren. Zu Verspätungen kann es kommen. Die Fährverbindungen zu den nordfriesischen Inseln sollen am Nachmittag eingestellt werden. Auch Flüge werden auf den großen deutschen Flüghäfen gestrichen. Am Vormittag fuhr in Schleswig-Holstein (Westerland-Hamburg) ein IC auf einem Baum auf. Der Unfall verlief aber glimpflich.