Vom 18.-21. März 2010 findet in Husum die diesjährige new energy statt. Und sie platzt bald "aus den Nähten". Aussteller-Rekord. drei Hallen und erste weltweite Leitmesse der Kleinwindanlagen. Die morgen auch in ihrem Garten stehen kann.
Aktuelle Neuigkeiten der erneuerbaren Strom- und Wärmeerzeugung werden von mehr als 200 Ausstellern aus dem gesamten Spektrum der erneuerbaren Energien präsentiert. Die großen Themen sind: Solarenergie, Bioenergie, Geothermie, Kleinwindenergie, Elektromobilität, Energieberatung sowie Energie sparendes Bauen und Finanzierungsberatung.
Aussteller aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Dänemark, Finnland, Schweden, Spanien, Litauen, den Niederlanden, Spanien, Großbritannien, Korea, Indien sowie den USA und China zeigen Ihre Innovationen in drei großen Messehallen und auf dem Freigelände. Die mehr als 50 ausstellenden Unternehmen aus der Kleinwindbranche sowie das viertägige Kongressprogramm zu allen Fragen der Kleinwindnutzung machen diese new energy husum zur europäischen Leitmesse der Kleinwindenergiebranche.
Sonnenstrom weiterhin rentabel Die mehr als 40 Solarenergie-Aussteller der new energy haben sich darauf vorbereitet, mit interessanten Messe-Angeboten und individuellen Ertragsberechnungen alle Fragen der Messebesucher kompetent zu beantworten. Effiziente und preisgünstige Solarmodule machen die Nutzung der Sonnenenergie sogar bei einer möglichen Senkung der Einspeisevergütung für Photovoltaik – wie im Moment diskutiert - auch weiterhin rentabel, bestätigen Experten. „Die jährliche Rendite liegt dann noch immer bis zu 10 Prozent. Nach längstens 15 Jahren sind die Installationskosten wieder eingespielt“, bestätigt die Stiftung Warentest.
Regenerative Wärme im Trend Jeder, der in Zukunft ein Haus bauen oder energetisch modernisieren möchte, sollte einen längeren Messebesuch im März in Husum einplanen. Laut einer aktuellen Prognos Studie liegen Erneuerbare Energien im Trend der Zeit. Rund 30 Prozent aller Neubauten werden zukünftig mit Wärmepumpentechnologie ausgestattet sein. Ebenfalls die Pelletheizungstechnologie hat sich durchgesetzt. Rund 125.000 Anlagen gibt es schon heute in Deutschland. Eine aktuelle Forsa-Umfrage meldet, dass rund 80 Prozent der Bevölkerung Strom und Wärme aus regenerativen Quellen für die eigene Stromversorgung nutzen möchten.
Kein Wunder, denn die jährlichen Heizkosten lassen sich durch neue Heizungsanlagen und verbesserte Dämmung um rund ein Drittel senken. Die Amortisationszeit dieser Maßnahmen beträgt nur rund 10 Jahre. Der Verkaufswert einer energetisch sanierten Immobilie steigt jedoch enorm. Klimabewusste Baufamilien und Hausbesitzer können auch in 2010 mit staatlicher Förderung rechnen. Die Banken und Sparkassen stellen gemeinsam mit der KfW auf der new energy die aktuellen Finanzierungsprogramme vor. Im begleitenden Informationsprogramm der Messe werden den Messebesuchern Verbraucherhinweise und wertvolle Energietipps gegeben.
Innovative Lösungen zur Sanierung bestehender Ölheizungen in Ein- und Zweifamilienhäusern werden mit kombinierten Heizungsanlagen – z.B. Luft/Wasser-Wärmepumpe und ein Öl-Brennwertkessel oder eine Kombination aus Luft/Wasser-Wärmepumpe, Gas-Brennwertkessel und integriertem Solar-Pufferspeicher - auf der new energy vorgestellt. Damit können zukünftig auch Besitzer von unter der alten Wärmeschutzverordnung errichteten Häusern ihren Wärmebedarf mit einem hohen Anteil erneuerbarer Energien abdecken. Die dezentrale Kraft-Wärme-Kopplung, d.h. die gleichzeitige Produktion von Strom und Wärme, z.B. auf Basis eines Stirling-Motors, hat nun endlich auch in Privathäusern Einzug gehalten und kann zur Hauhaltsvollversorgung mit Strom, Wärme und Warmwasser ausreichen. Ein Jahr nach Inkrafttreten des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes ziehen Bauunternehmen sowie Planungs- und Architekturbüros eine positive Bilanz. In zwei von drei Neubauten wurden im Jahr 2009 Solaranlagen, Holz- oder Pelletheizungen sowie Wärmepumpensysteme installiert, bestätigt jetzt eine emnid-Umfrage.
Moderne Biogasanlagen als Standbein in der Landwirtschaft Die Nutzung anderer Substrate als Mais und Gülle sowie neue Wärmekonzepte werden von etlichen der fast 30 Biogasunternehmen, die auf der new energy husum ausstellen, vorgestellt.
Zum Beispiel kann in traditionellen Grünland- und Milchviehregionen Gras als wesentlicher Bestandteil der Biogas-Substrate genutzt werden. Praxiserfahrungen zeigen, dass Grassilagen trotz geringerer Energieausbeute als bei Mais eine sinnvolle Alternative darstellen. Späte Schnitte stehen beispielsweise nicht in Konkurrenz zum Futtertrog, die Substratgewinnung verteilt sich nahezu über die ganze Saison und das Gärsubstrat gelangt als wertvoller Stickstoffdünger in den Nährstoffkreislauf zurück. Durch den Verkauf von Wärme können neben dem Stromverkauf zusätzliche Einnahmen generiert werden.
Elektro-Mobilität ganz neu
Die europäische Leitmesse zur Nutzung der Kleinwindenergie präsentiert: 1st World Summit on Small Wind Turbines
Wer etwas über Kleinwindanlagen wissen möchte, der kommt an der Messe new energy husum (18.-21. März 2010) und am 1st World Summit for Small-scaled Wind Turbines nicht vorbei: Mit inzwischen mehr als 50 Ausstellern aus der Kleinwindenergiebranche aus elf Ländern und gleich mehreren Vortragsveranstaltungen an allen vier Messetagen, ist die diesjährige Messe new energy bereits heute zur weltweit führenden Kleinwindenergie-Veranstaltung geworden Das gemeinsam mit dem Weltwindenergieverband WWEA, unterstützt vom Bundesverband WindEnergie BWE, gestaltete Programm des erstmals stattfindenden 1st World Summit on Small Wind Turbines am 18. und 19. März setzt in mehrfacher Hinsicht neue Maßstäbe: Stefan Gsänger, WWEA-Generalsekretär: „Wir freuen uns sehr, dass es uns gemeinsam mit der Messe Husum bereits bei der ersten Auflage dieser Veranstaltung gelungen ist, ein äußerst attraktives Programm zu erstellen, das die weltweit derzeit brennendsten Themen im Bereich Kleinwindkraft umfasst.“
Führende Experten aus Ägypten, Argentinien, Belgien, China, Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Indien, Mali, Spanien und den USA präsentieren einen Überblick über die jeweilige Nutzung und die Potenziale der Kleinwindenergie in ihren Ländern. Hochkarätige Referenten sprechen über den Stand und die Bedeutung von internationalen Standards bei der Verbreitung dieser Technologie. Vertreter aus China und den USA – in beiden Ländern hat die Kleinwindnutzung schon eine lange Tradition - berichten von ihren langjährigen Erfahrungen. Dazu gehört auch der Vorteil, international zertifizierte Anlagen anbieten zu können, denn das Weltmarktpotenzial für Kleinwind ist enorm. Zum weiteren Wachstum benötigt die Branche neben praktikablen internationalen Standards und Zertifizierungsverfahren auch verbesserte Stromeinspeisemöglichkeiten und höhere Tarife.
Daneben stehen besonders die netzferne Nutzung sowie der Aufbau kleiner, autonomer Stromsysteme im Vordergrund. Weltweit werden schon jetzt Kleinwindanlagen dazu genutzt, um den Betrieb von Wasserpumpsystemen oder auch die Telekommunikation sicherzustellen. Vorträge aus Ägypten, Mali und China erläutern, welche Vorteile Hybridanlagen haben, also Solar- und Kleinwindanlagen in Kombination. Vertreter von humanitären Hilfsorganisationen berichten, wie wichtig der Einsatz von Kleinwindanlagen in den Ländern der Dritten Welt schon jetzt ist und zukünftig sein wird.
Elektromobilität und erneuerbare Energien: Mobil sein ohne CO2 und Atomstrom
Die Messe new energy husum (18.-21. März 2010) zur Nutzung aller erneuerbarer Energien und Europas Leitmesse der boomenden Kleinwindenergie präsentiert nun erstmals das Thema Elektromobilität in einer großen Sonderschau in Messehalle 3 sowie mit einem ganztägigen Vortragsprogramm am 21. März. Auf der großen Sonderschaufläche stehen die Fahrzeuge der aktuellsten E-Mobil-Generation: Vom E-Golf und E-Porsche zum Tesla, der Fahrzeugpark von „Lautlos durch Deutschland“ und dem Bundesverband Solare Mobilität ebenso wie der Solar-Racer von Solarworld neben zahlreichen E-Rollern, Scootern und E-Fahrrädern. Etliche dieser Fahrzeuge werden direkt am Haupteingang der Messe new energy zum Probe fahren bereit gestellt.
Tanken Sie den Wind! Der Clou dieser E-Mobilitätsschau sind die Park & Charge- Stromtankstellen sowie die neuen Wind-, Solar- und Biogastankstellen für E-Mobile. Hier verknüpft sich weltweit erstmalig Kleinwindenergie mit Elektromobilität. „Tanken Sie den Wind“ ist das Motto einer Präsentation des Kleinwindanlagenherstellers Easywind. Gezeigt wird, wie eine Kleinwindanlage die Batterien der E-Mobile mit garantiert CO2-freien Strom füllt. Daneben werden Solar- und Biogastankstellen präsentiert sowie die weltweit erste Tankstelle, die ihren Strom aus dem Kraft-Wärme-Minikraftwerk Dachs von Senertec bezieht.
„Statt irgendwann von Automobilverbänden und anderen hören zu müssen, wir bräuchten noch mehr Atomkraftwerke, um den vielen Strom für die nun kommenden, zahlreichen E-Mobile bereit zu stellen, müssen wir deutlich zeigen, wie es schon heute möglich ist, die Energie aus Wind, Sonne und Bioenergie zum Laden der Batterien zu nutzen,“ beschreibt Programmkoordinatorin Gudrun Kromrey das aktuelle Thema der E-Mobil-Schau der new energy.
Im Vortragsprogramm am 21. März werden neue auf E-Mobilität basierende ländliche und städtische Verkehrskonzepte vorgestellt, neue Fahrzeuggenerationen präsentiert sowie gezeigt, wie schon jetzt regenerative Energiequellen auch zum Fortbewegen nutzbar sind.