Husum aktuell

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Glasfaserausbau kostet für jeden Haushalt bis zu 3.000 Euro

DSL in Husum: Ausbau geht nur allmählich voran

Bisher ist es in Schleswig-Holstein noch nicht jedem Einwohner möglich, auf eine schnelle Datenübertragung via DSL zurückgreifen zu können. Wer wissen möchte, ob er schon heute in Schleswig-Holstein auf schnelles Breitbandinternet Zugriff hat, der kann auf verschiedenen Internetportalen, wie etwa auf Preisvergleich.de, einen Verfügbarkeits-Check durchführen. Die Stadt Kiel hat nun Pläne über einen Wert von 600 Millionen Euro bei der Investitionsbank angemeldet. Doch soll dieser Betrag noch nicht das Maximum sein, denn zusätzliche Projekte sollen noch hinzukommen. Damit sollen ersten Berechnungen zufolge wohl für sämtliche Projekte rund eine Milliarde Euro zusammenkommen.

Diese Summe verdeutlicht, wie viel Arbeit die Gemeinden und Städte noch in den Ausbau stecken müssen, um ganz Schleswig-Holstein mit einer Highspeed-Internetverbindung ausstatten zu können. Auch würde dies wieder einmal zeigen, dass ländliche Gebiete nach wie vor durch die auf den Kommerz ausgerichteten Netzbetreiber benachteiligt werden. Diese möchten offensichtlich aufgrund der immensen Kosten, welche die kostspielige Verlegung der benötigten Glasfaserleitungen in den ländlichen Gebieten aufwerfen würden, sich lieber auf die Verwendung von Kupferleitungen konzentrieren. Schließlich würde es hier im Bereich des DSL und VDSL bereits eine bestehende Infrastruktur geben. Die Kupferleitungen sind allerdings nur bedingt geeignet, da diese nur eine Reichweite von maximal etwa vier Kilometern haben. Schon nach etwa zwei Kilometern liefert eine Kupferleitung gerade einmal noch etwa die Hälfte der Ausgangsleistung, sodass nach vier Kilometern fast kein Signal mehr beim Empfänger ankommt.


Verfügbarkeits-Check durchführen

Foto: DSL in Husum: Ausbau geht nur allmählich voran


Foto: hainichfoto - Fotolia.com / Agentur Pehmöller

In dicht besiedelten Gebieten sei der Ausbau je Teilnehmer etwa drei- bis fünfmal billiger, als dies auf dem Land der Fall sei. Immerhin würde der Ausbau mit Glasfaser je Haushalt auf dem Land bis zu 3.000 Euro verschlingen. Allerdings sei ein vollständiger Ausbau zwingend erforderlich, um dem heutigen Standard zu entsprechen.

Die bisherigen Lösungsansätze sind leider sehr lückenhaft. Wirft man einen Blick auf die Landkarte von Schleswig-Holstein, so wird einem schnell klar, dass noch viel Zeit vergehen wird, bis jeder Haushalt mit schnellem Internet versorgt ist. Doch gerade die nördliche Hälfte Nordfrieslands schreitet nun allen als Pionier voran. Hier haben sich einige Unternehmen, darunter auch Eon, sowie zahlreiche Bürger und Kommunen nun zusammengeschlossen und die Breitbandnetzgesellschaft Nordfriesland gegründet. Diese hat es sich zum Ziel gesteckt, bis zum Ende des Jahres 2018 insgesamt 26.000 Haushalten in etwa 60 Kommunen einen Anschluss zum Breitbandinternet zu schaffen. Damit sind die Bürger der Region also gewillt, sich ihr eigenes Glasfasernetz zu bauen.