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Viöler Bauernmarkt 2003

Auch in diesem Jahr kamen zehntausende Schaulustige zum größten Bauernmarkt Norddeutschlands. Strassen, Parkplätze, Gehwege vollgeparkt, Viöl platzte wieder aus allen Nähten. Und Petrus schickte strahlenden Sonnenschein vom Himmel. Was will man mehr. Geboten wurde ein buntes Beiprogramm mit Jagdhornbläser, Spielmannszüge, Trachtengruppen und natürlich die große, ständige Tierschau. Also alles da, was sich so der Bauer auf einer großen Party vorstellt und der Nichtbauer so denkt, wenn er an Bauern denkt. Die Nichtbauern kamen aus der ganzen weiten Welt, u.a. konnten Autokennzeichen aus ganz Norddeutschland erkannt werden. Auffallend auch inzwischen die Internationalität dieser Bauernschau, waren doch Unmengen an Ständen scheinbar nichtdeutscher Herkunft.

Man sah u.a. Bauernstände aus Ghana oder so, die bäuerliche AC/DC T-Shirts anboten, griechische Bauern, die Gyros frisch vom Gyro (so heißt das griechische Tier ja wohl) anboten, italienische Bäcker, die ihr Bauernbrot namens Pizza backten oder auch mehrfach bäuerlich handgefertigte Stretchblusen, die die italienische Bauersfrau in ihrer knappen Freizeit herstellt. Auch ist interessant, das immer mehr Bauern und bäuerliche Handwerksbetriebe viele andere Dinge anbauen müssen. Z.B. Angeln, Tupperware, Staubsaugerbeutel und solche Sachen, die normalerweise bei Karstadt vorm Eingang verhökert werden oder auf geilen Dessouspartys. Kurz und gut, der internationale Bauernmarkt ist recht vielfältig. Bei der Größe geht das wohl auch gar nicht mehr anders, denn wo sollen denn die ganzen "richtigen" Stände noch herkommen. Bäuerliche Schläue zeigten auch einige andere Stände, haben die doch dadurch Geld gespart, in dem sie vor knapp zwei Jahren einfach das DM-Zeichen hinter ihren Preisen wegradiert haben und nun die gleichen Preise in Euro nehmen. Wo sonst kostet 100 gr. Mai-Gouda rund 4,00 (DM).

Auch wenn es nicht gerne gesehen wird, man muß doch auch heutzutage immer noch mal in DM umrechnen, um nicht "angeschmiert" zu werden. Um nun nicht alles schlecht zu reden, es waren auch viele Kunsthandwerkstände zu finden, die örtlichen Schlachter, Käsereien, Bäcker waren vertreten und sie gingen in der "Internationalität" auch noch nicht unter. Ist schon ganz nett, dieser Markt. Aber eines noch: Es gibt derzeit eine Überproduktion an Bauern-Socken. Sonst kann es nicht angehen, das man an fast jedem zweiten Stand 5 Paar Socken für 1 oder 2 Euro kaufen konnte. Da sollte die EU evtl. einmal eingreifen. Kann man da nicht Zuschüsse für die Stilllegung von Sockenfarmen zahlen? Wird doch sonst auch alles subventioniert.

Fotos: Mario De Mattia

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