
Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat mit seiner Teilnahme an der Weltwindkonferenz
in China für den weiteren Ausbau der
Energieerzeugung aus Windkraft geworben.
Die Erfolge der Nutzung der Windkraft ließen sich eindeutig an der zahlenmäßigen
Entwicklung der letzten Jahre nachweisen, sagte Trittin in seiner Rede zur Eröffnung
der Konferenz am 1. November 2004. Danach war
* 1998 weltweit eine Leistung von rund 10.000 Megawatt
(MW) Windenergie installiert,
* Ende 2003 waren es über 40.000 MW,
* Ende 2004 werden es wahrscheinlich über 50.000 MW sein und die Prognosen
sagen
* bis 2008 fast 100.000 MW voraus.
Rede des Bundesministers in Peking
Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes tritt in Kraft
Windenergie sichert Arbeitsplätze
Trittin unterstrich die weltweit führende
Rolle Deutschlands beim Ausbau der Windenergie. Insgesamt sind zurzeit rund
16.000 MW
Windenergie in Deutschland installiert. Bis zum Jahr 2010 sollen allein aus
Windanlagen auf See (offshore) 3.000 MW erreicht werden.
Positive Effekte der vermehrten Windenergienutzung seien nicht nur ein
Anwachsen des Anteils erneuerbarer Energien an der Stromversorgung,
sagte Trittin. Vorteilhaft sei auch die daraus resultierende Sicherung von
Arbeitsplätzen, der wachsende Umsatz der Windkraftbranche sowie insbesondere
die Reduzierung der Kohlendioxidemissionen und der damit
verbundene Beitrag zum weltweiten Klimaschutz.
Ausbau der
Windkraftanlagen in China
Positiv sei auch der Ausbau der Windkraftanlagen in China,
so Trittin.
So hat die Volksrepublik im Jahr 2003 den Ausbau der Windenergie um 46 Prozent
gesteigert. Das sind fast 100 MW mehr. Insgesamt hat China inzwischen eine
installierte Gesamtleistung von 571 MW. Bundesminister Trittin sagte zu, dass
Deutschland diese Entwicklung weiter nach
Kräften unterstützen wird. Mit der Einführung eines Stromeinspeisegesetzes
will China bis zum Jahr 2010 zehn Prozent seines Stroms aus Sonne, Wind und
Wasserkraft gewinnen. Das Stromeinspeisegesetz wird gegenwärtig in China
diskutiert und ist dem deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz ähnlich.
Deutsch-chinesische Zusammenarbeit
Ziel der Reise des Bundesumweltministers ist auch die
Förderung der bilateralen Zusammenarbeit beim Ausbau der erneuerbaren
Energien. Deshalb wird er von Vertretern der deutschen Windkraftbranche sowie
der Umwelt- und Entwicklungsverbände begleitet. Es sollen mehrere Kooperationen
zwischen deutschen Unternehmen und chinesischen Partnern unterzeichnet sowie
Gespräche mit führenden chinesischen Politikern
geführt werden.
Informationen zu
Erneuerbare Energien