Deutsches Solardach der Superlative für New Yorker U-Bahn

Mainz/New York (pte/04.10.2005/13:20) - Der Mainzer Technologiekonzern SCHOTT hat gestern, Montag, in New York die größte photovoltaische Solarstromanlage der Stadt vorgestellt. Entstanden ist das 5.200 Quadratmeter große Solar-Glasdach im Zuge der Renovierung der Metrostation Stillwell Avenue, die zu den größten oberirdischen Bahnhöfen der New Yorker U-Bahn zählt. Mit 250.000 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr deckt die Anlage rund zwei Drittel des im Sommer und ein Sechstel des im Winter verbrauchten Stromes ab.

"Es ist ein Solardach der Superlative und kann als energietechnisch zukunftsweisendes Modell für Bahnhöfe in aller Welt dienen", ist Udo Ungeheuer, Vorstandsvorsitzender der Schott AG, bei der Präsentation in New York überzeugt. Angesichts der anhaltenden Energiepreisproblematik und zusätzlichen Großprojekten wie einem von Schott ausgestatteten Parabolrinnenkraftwerk im US-Staat Nevada ortet Ungeheuer einen enormen Schub für das Solargeschäft: "Die Solartechnologien bieten ein riesiges Potenzial für eine nachhaltige Energieversorgung in der Zukunft. Wir wollen in diesem Markt mitwachsen und international Maßstäbe setzen."

 






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Mainzer Technologiekonzern SCHOTT in den USA hoch im Kurs




Solardach in New York


Lars Waldmann, Pressesprecher der SCHOTT Solar GmbH, weist im Gespräch mit pressetext darauf hin, dass amerikanische Unternehmen, aber auch die öffentliche Hand zunehmend die Wirtschaftlichkeit der neuen Energietechnologien registrieren. "Unter Berücksichtigung des derzeitigen Strompreises rechnet sich beispielsweise in Kalifornien, wo wir stark vertreten sind, eine Solarstromanlage auf einem öffentlichen Gebäude in acht bis neun Jahren", so Waldmann, der die Betriebsdauer solcher Anlagen mit 30 Jahren und länger angibt. Mittelfristig würden sich hier große Ersparnispotenziale für Verbraucher ergeben. Nicht berücksichtig in dieser Rechnung sei außerdem, dass der Strompreis aufgrund diverser Faktoren in den nächsten Jahren wohl weiter steigen werde. Die gebäudeeigene Stromerzeugung bekäme dann noch mehr Gewicht, so Waldmann.

Neben dem US-Markt, der einen konstanten Wachstum von 15 Prozent im Bereich solarer Energieerzeugung aufweise, wolle sich das Unternehmen weiterhin auf den europäischen Markt konzentrieren. Neue Einspeisegesetze in Italien und Spanien, die eine höhere Vergütung von solartechnisch erzeugter Energie vorschreiben, würden die Nachfrage nach Großkraftanlagen in diesen Ländern ankurbeln. Mittel- und langfristig steht für Waldmann allerdings eher der dezentrale Aspekt der solaren Energiegewinnung im Vordergrund. "Die Nutzung von Dachflächen und Fassaden zur gebäudeeigenen Energieversorgung ist meines Erachtens das eigentlich Attraktive." Vor einem massiven Großkraftwerksbau sollten erst diese Potenziale ausgeschöpft werden, so Waldmann.


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