HUSUM WindEnergy
vom 21. - 25. September 2010


Nur noch ein paar Tage und die Tore zur weltgrößten Messe der Windenergie öffnen sich wieder. Und wo? Natürlich in Husum, der heimlichen Hauptstadt der Windenergie.



Die Leitmesse der internationalen Windenergiebranche vom 21. bis 25. September wird von einem Kongress (21. bis 24. September) und der Jobmesse windcareer (25. September) begleitet. Sie steht unter der gemeinsamen Schirmherrschaft des Bundesministers für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle, des Bundesministers für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Norbert Röttgen, der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Annette Schavan, für die windcareer sowie des Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein, Peter Harry Carstensen

Vom 21. bis 25. September werden fast 1.000 Aussteller erwartet und 30.000 Besucher, die diese Messe besuchen werden. Davin über ein Drittel aus dem Ausland kommend.


Auf der Homepage der HUSUM WindEnergy finden Sie alle wichtigen Informationen zu den Themen Anfahrt, Übernachtung, Husum und natürlich sämtliche Infos zu den Messethemen, dem Kongress und der Jobmesse windcareer.


„Die HUSUM WindEnergy ist ebenso wie die Branche seit jeher ein Faszinosum. Sie war immer auch ein Spiegel der Windindustrie, ihrer steigenden Bedeutung, aber auch ihrer stetigen Wandlungen“. Hanno Fecke, Geschäftsführer der Messe Husum, die zum 12. Mal die internationale Leitmesse und wichtigsten Marktplatz für Innovation und Technologie der Industrie durchführt, kann auch in diesem Jahr vier Wochen vor der Messe mit gewachsenen Aussteller- und Besucherzahlen aufwarten.

Neben den technischen Innovationen werden Offshore, Repowering, Netze und ihr Ausbau während der kommenden Messe eine große Rolle spielen. Diskutiert werde sicherlich auch das neue Energiekonzept der Bundesregierung – wenn es bis dahin denn publiziert sei. „Die beteiligten Ministerien, das Wirtschafts- und das Umweltministerium, haben die Schirmherrschaft über die Messe übernommen und werden hochrangig durch Staatssekretär Jochen Homann und Staatssekretärin Katherina Reiche vertreten sein. Die Branche erwartet Antworten“.

Mit Blick auf den großen internationalen Zuspruch der diesjährigen HUSUM WindEnergy zeigte sich Wirtschaftsminister Jost de Jager erfreut, dass der Messekongress erstmals in der neuen und vom Land geförderten Messe- und Kongresshalle stattfinden kann. „Damit gewinnt die Messe noch ein Stück mehr an Attraktivität“, so de Jager. Er erinnerte daran, dass die Landesregierung sich mit ihrem Energiekonzept zum Ziel gesetzt habe, die Nutzung der Windenergie onshore wie offshore massiv voranzutreiben. Bereits jetzt seien über 7000 Menschen in dieser Branche beschäftigt.

Ein wichtigesThema wird die Suche nach qualifizierten Arbeitskräften für alle Unternehmensebenen sein. Hier bieten die windcareer, für die Prof. Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung die Schirmherrschaft übernommen hat, und unsere Arbeitsmarkt-Plattform unter www.husumwindenergy.com Lösungshilfen für Firmen und Arbeitsplatzsuchende. Zur windcareer am 25. September werden rd. 4.000 Besucher erwartet.

Schwerpunkte der Messe
Zunehmend spielten Fragestellungen eine Rolle, die z. B. Produktionsprozesse in den Unternehmen betreffen. Qualitätsstandards würden zunehmend an der Automobilindustrie orientiert, die Unternehmen bemühten sich ihre Lieferketten zu optimieren. „Zum ersten Mal haben wir Patentanwälte bei einer Windmesse vor Ort, die bei Patent- oder Markenrechtsverstößen eingreifen. Technologisch gesehen, würden von allen großen Herstellern weiterentwickelte Anlagen vorgestellt. Neue Hersteller z.B. aus Südkorea und den USA seien zum ersten Mal mit Messeständen präsent. Spannend werde es auch sein, zu beobachten, wie sich die Kooperation von Ingenieurbüros mit den Herstellern entwickele. Deren Dienstleistungen der Produktentwicklung und der Unterstützung für den Markteintritt nehmen immer mehr Hersteller in Anspruch.

In den vergangenen Jahren sei die windcareer immer weiter gewachsen, erläuterte Fecke. „Insofern ist die Husum WindEnergy auch bzgl. Arbeitsplätzen ein Marktspiegel. In den kommenden Jahren wird dieses Messesegment für die Branche eine noch größere Bedeutung erhalten, denn die Nachfrage nach Fachleuten für diesen Bereich hat erst begonnen“.

Neues Kongresszentrum und geändertes Messelayout
Platzmäßig profitiert die windcareer vom neuen NordseeCongressCentrum. Dieses sei eins der Highlights des neuen Messegeländes, das sich erheblich von dem aus dem Jahr 2008 unterscheidet. Wir haben in Husum mit ganz besonderen Gegebenheiten umzugehen. Z.B. hat es noch nie in der mittlerweile 22-jährigen Geschichte der Windmesse eine Messe gegeben, die aussah wie die vorherige. Das macht es spannend, heißt aber auch, dass wir uns jedes Mal neu erfinden müssen. Unser Messeteam macht einen Riesenjob und Flexibilität macht vieles möglich, was an anderen Messestandorten nicht funktioniert. Was uns auch immer wieder als Lob von den Ausstellern erreicht“.

Weiter hervorzuheben: Air Condition in allen Hallen, ein besserer Shuttleservice, mehr Personal und Parkplätze oder die Möglichkeit, Tickets online auszudrucken, zwei große Messerestaurants, erstmals den direkten Helicoptershuttle auf das Messegelände, Fly und Sleep Angebote für Sylt sowie, „und darauf freuen wir uns besonders, ein richtiges Oktoberfest“..

Weitere Information unter www.husumwindenergy.com.

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21. bis 25. September 2010 auf dem Gelände der Messe Husum und des NordseeCongressCentrums NCC



HWE

Jobmarkt Windenergie
Neben den technologischen und energiepolitischen Themen wird während der kommenden HUSUM WindEnergy vom 21. bis 25. September insbesondere der Windenergiearbeitsmarkt im Fokus des Interesses stehen. Denn nach einer Studie der TGMC Management Consulting GmbH, Hamburg, befürchten derzeit viele Führungskräfte, dass der Bedarf an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht nur jetzt nicht befriedigt werden kann, sondern auch zukünftig nicht. Dies belegt eine Online-Untersuchung, die in den vergangenen Monaten durchgeführt wurde.

Den Grund für diese Sorge sieht Dr. Heinz R. Uekermann von der TGMC insbesondere durch zwei Faktoren bedingt: "Einerseits werden in allen technischen Bereichen Arbeitskräfte teilweise händeringend gesucht. Andererseits schafft es die Windindustrie nur bedingt, ihre hohe Attraktivität potentiellen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu vermitteln".

Der Arbeitskräftebedarf ist hoch. Auf der Basis der vom VDMA bis 2030 prognostizierten Wertschöpfung von 500 Mrd. € geht Uekermann davon aus, dass im Jahr 2030 nur in Deutschland eine Million Menschen alleine in der Windindustrie arbeiten werden. Damit werde die Windindustrie ihrem Ruf als Jobmotor gerecht. Derzeit arbeiten rd. 120.000 Menschen in dieser Zukunftsbranche.



Sehr zufriedene Mitarbeiter/innen mit hoher Branchenidentifikation
Marie-Louise Bornemann, Vice President People & Culture Vestas Central Europe, bestätigt aus der Erfahrung der vergangenen Jahre, dass in der Windindustrie sehr viele junge und hochgebildete Personen beschäftigt sind, die "mit Ehrgeiz, einer hohen Leistungsbereitschaft und Bereitschaft zur Mobilität" arbeiten. Laut Bornemann stehen die Unternehmen der Branche vor drei Hauptherausforderungen. Die erste Herausforderung sei es, das Wachstum und die Dynamik der derzeitigen Entwicklung zu managen. Die Vestas-Mitarbeiterschaft sei von 3.500 im Jahr 2000 auf heute weltweit knapp 22.000 gewachsen. "Vestas ist es über die vergangenen Jahrzehnte gelungen, dieses enorme Wachstum mit all seinen Herausforderungen durch die gleichzeitige Etablierung und Weiterentwicklung von Strukturen und den stetigen Aufbau branchen- und produktspezifischen Know-hows zu kontrollieren und zu managen", erläuterte Bornemann das erfolgreiche Personalmanagement.

Die zweite Herausforderung sei es, die Entwicklung und die Innovation geplant und gezielt zu steuern. Dies betreffe insbesondere die Nachwuchsförderung und Ausbildung. So seien beispielsweise seit 2006 im Rahmen eines Traineeprogramms weltweit insgesamt 187 junge Hochschulabsolventen aus 27 Nationen gewonnen worden. 85 Prozent seien heute noch bei Vestas beschäftigt. Auch die Verweildauer anderer "junger Leute, die sowohl das Angebot von technisch als auch von kaufmännisch ausgerichteten dualen Studiengängen gut angenommen haben, ist hoch. Rund 75 Prozent dieses Personenkreises konnten wir langfristig an unser Unternehmen binden".

Das dritte Zukunftsthema betreffe die Tatsache, die zukünftigen Herausforderungen adäquat zu bewältigen. Das weitere Wachstum werde neben markt- und zeitgerechtem Personalmanagement auch "abhängen von politischen Entscheidungen und den finanzwirtschaftlichen Entwicklungen. Darüber hinaus ist ein Fokus aber ganz bestimmt die Innovationskraft von Unternehmen der Windenergiebranche sowie die Ausbildung und Weiterqualifizierung von Arbeitnehmern". Gerade der letzte Punkt sei dabei die größte Herausforderung. "Für die nahe Zukunft haben wir es uns unter anderem zur Aufgabe gemacht, verstärkt junge Frauen für technische Ausbildungs- und Studiengänge zu gewinnen", erklärte die Personalverantwortliche.

windcareer am 25. September erwartet 4.000 Besucher
Hanno Fecke, Geschäftsführer der Messe Husum, ergänzte mit Blick auf die windcareer, die am  25. September auf der weltweit wichtigsten Messe für Technologie und Innovation der Windindustrie stattfinden wird, "dass 30 Unternehmen auf dieser zentralen Arbeitsplatzdrehscheibe der Windindustrie die Gelegenheit wahrnehmen werden, teilweise parallel zu ihren eigentlichen Messeständen mit potentiellen Arbeitskräften ins Gespräch zu kommen. Wir erwarten rd. 4.000 Personen, die sich für einen Arbeitsplatz in dieser Industrie interessieren oder einen Arbeitsplatzwechsel ins Auge fassen".

"Wir freuen uns sehr, dass Prof. Dr. Annette Schavan die Schirmherrschaft zur windcareer übernommen hat. Die Arbeitsplatzmesse ist Partnerin des Wissenschaftsjahres 2010 - Die Zukunft der Energie". Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Sie werden gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog und der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren ausgerichtet. Es macht die Welt der Forschung allen zugänglich, insbesondere Kindern und Jugendlichen. Erstmals werden Themen fachübergreifend in den Mittelpunkt gerückt, die für das Leben zukünftig entscheidend sein werden. Hier kann und soll Forschung umfassend, interdisziplinär und systemisch ihren Beitrag leisten.

Unter Verweis auf die windcommunity Plattform unter www.husumwindenergy.com unterstützte Fecke die Wahrnehmung in den Unternehmen, dass derzeit einem großen Angebot von Arbeitsplätzen nur relativ wenige Bewerber gegenüber stünden. "Auf unserer Arbeitsplatz-Plattform sind Stand heute 210 Angebote und 30 Personen zu finden, die Arbeit suchen".

Von 10.00 bis 16.00 Uhr werde am 25. September im Husumer Kongresszentrum ein Workshop angeboten, der allen Interessenten Einstiegs- und Jobperspektiven vorstellen werde. "Personalverantwortliche aus Unternehmen stellen Tätigkeits- sowie Anforderungsprofile vor, Experten bieten Aktuelles aus branchenspezifischen Aus- und Weiterbildungsangeboten".

Jobchancen Klimaschutz
Prof. Dr. Claudia Kemfert, Abteilungsleiterin Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit an der Hertie School of Governance prognostizierte in ihrer Stellungnahme, dass zunehmend Serienfertigung und technologische Optimierung Einzug in die Unternehmen der Windbranche halten werden. "Die deutsche Wirtschaft kann wie keine andere vom Boom der grünen Branche profitieren, wie dem Ausbau der Energieeffizienz, der Energiespeicherung, intelligenter Daten- und Energienetze, innovativer Kraftwerks- und Antriebstechnologien". Claudia Kemfert, die ebenso Themenbotschafterin im "Wissenschaftsjahr 2010 - Die Zukunft der Energie" ist, hob hervor, dass immer mehr Fachhochschulen und Universitäten ausbilden. "Besonders wichtig ist es, deshalb die Ausbildung in den Energieberufen wie Industriemechaniker, Mechatroniker, Fertigmechaniker, Konstruktionsmechanik oder Kunststofftechniker zu verstärken und weiter auszubauen.

Marktwirtschaftlich erfolgreich würden die Unternehmen sein, die "die zentralen Herausforderungen des Klimaschutzes und des nachhaltigen Umgangs mit Energie und Rohstoffen bewerkstelligen. Denn Kapitalgeber werden gerade nach dieser negativen Erfahrung an den Finanzmärkten noch genauer hinschauen, wo ihr Geld hinfließt. Unternehmen, die schon heute auf Nachhaltigkeit setzen, werden gestärkt aus der Krise hervorgehen".





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