Wir wollen Krieg! Unterschriftensammlung europaweit

Präsidenten gehen auf die Strasse

Ein Krieg gegen den Irak bleibt umstritten. Die Frage bleibt offen, ob es wirklich "nur" um Saddam oder doch um wesentlich vorteilhaftere Dinge für die westliche Welt, wie leichtem Zugang zu den Ölvorräten u.ä. geht.
Europaweit sind ca. 70% der Bürger dagegen, selbst im Lande der Cowboys ungefähr 50%. So fällt es den jeweiligen Regierungschefs immer schwerer, einen Krieg durchzusetzen. Leider rücken auch die nationalen und internationalen Geheimdienste nicht so richtig raus mit der Wahrheit, sondern es heißt lapidar, der Saddam muß weg und die ganzen Waffen, die wir nicht finden können auch, usw. Auch ein Anruf beim CIA unserseits half uns nicht weiter, sie hätten jetzt keine Zeit, im Moment übten sie gerade am PC den Underground-Krieg im Wüstensand (Anm. hörte sich an, als spielten sie Counterstrike).
So geht das also nicht weiter!

Regierungschefs kommen auch nach Husum
Toll aber war die Aktion der acht europäischen Regierungschefs am Monatsende, die nun zu den gleichen Mitteln greifen, die auch normale Demonstranten so nutzen. Sie veröffentlichten einfach heimlich eine Anzeigenkampagne, die nun alle überzeugen sollen, das wir das Öl brauchen, ääh, das der Krieg sein muß. Egal, was da noch so bei rauskommen kann.

Gut gelernt, liebe Präsidenten, können wir da nur sagen. Unsere nordfriesischen Bürgerinitiativen, schon immer ein kriegerisches Volk, wollen nun die Aktion weiter unterstützen. Schon am kommenden Wochenende finden Unterschriftensammlungen der Präsidenten auf dem Husumer Marktplatz und danach in Bredstedt und Niebüll statt.
Selbstverständlich haben sich alle acht Staatsmänner zu dieser tollen Aktion angesagt. Motto: "Wir sagen JA zum Krieg - Saddam muß weg - freie Wege für einen wilden Westen!" oder auch:"ISLAM? Nein! Iss Lamm heißt die Parole!"

Wir werden natürlich auch viele Fotos machen und einen kleinen Wettbewerb. Jeder, der sich auf den Fotos in einem kleinen Kreis wieder findet, bekommt eine Aktie eines großen Rüstungsunternehmens von uns.

Die heutigen Fotos zeigen Teilnehmer und Stände der ersten Unterschriftenaktionen am gestrigen Donnerstag. Viele, viele tausend Bürger konnten sich nicht überzeugen lassen und haben nicht unterschrieben. Es ist also noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Obwohl dort (das war in Berlin) viele schwarzen Herren in grauen Uniformen, nein Anzügen mit den Präsidenten solidarisch waren und sofort unterschrieben haben. Sogar in Rollstühlen kamen sie an.
Wir hoffen doch, das da die Nordfriesen anders davor sind, schließlich haben wir die Eiderstedter auch immer verkloppt. Oder war das umgekehrt?

Unser Aufruf lautet also:
Lasst uns den Präsidenten helfen, unterschreibt, das irakische Volk ist doch weit weg, wat geiht uns dat an!





Satire des Monats?!





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Diese Seite wurde am: 30.01.2003 23:48 aktualisiert.
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